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Kultur

Kultur und Sex; der Mensch oben an der Schöpfung

Die menschliche Kultur wird im Allgemeinen als etwas betrachtet, das uns von Tieren, Pflanzen und anderen Dingen auf der Welt unterscheidet. Nicht dass die anderen Wesen weniger wert sind, im Gegenteil, wir können nicht ohne sie. Wir empfinden oft auch Liebe zu Tieren, zur ganzen Schöpfung. Die Schönheit und Grazie, die wir in so genannten “Natur” erfahren, bezaubert und, gibt uns ein Gefühl von Ruhe und Erholung. Doch geben wir uns Menschen einen aparten Platz. Wir haben Symbole, Verstand und eine Geschichte, eine Zukunft, Sprache, Kunst, Religion, Wissenschaft und Philosophie. Wir sind die schlausten und wir mussten immer schon weiter und weiter: Feuer machen, das Rad erfinden, Krankheiten heilen und vorbeugen, Bildungswesen verbessern, Dinge erfinden um das Leben angenehmer zu machen: von der Kerze bis zur Halogenlampe, vom Holzwagen hin zum Mercedes. Unsere Kultur, das ist eine Zentralheizung, Brahms auf CD, Demokratie. Kultur, das ist Champagner und extra weiches Toilettenpapier, Antibiotika und Schach spielen im Internet. Wir tun so, als ob das alles gute Dinge wären (gegenüber der etwas “primitiven” Natur).

Verschmutzung
Es gibt auch auch eine ganze Liste von Dingen, die im Allgemeinen als weniger schön betrachtet werden und die mit unserer aparten “unnatürlichen” menschlichen Kultur zusammenhängen: chemische Industrie, Verschmutzung und Abholzung.  Oder das Korsett von Verhaltensregelen und Moral, die einem “natürlichen” Umgang im Wege steht. Oder Kultur als gesellschaftliche Indoktrin, wirtschaftliche Ungleichheit, Entfremdung, Heroinsucht, Kinderporno, Betonklötze etc. Auch bei dieser Auflistung tun wir so, als ob das alles schlechte Dinge sind (im Vergleich zur “reinen” Natur).

Natur & Kultur
Cartoon von der Erde mit Problemen Die Meinungen sind verteilt darüber, wie gut oder schlecht die “Kultur” ist im Vergleich zur “Natur”, aber bei beiden Parteien stehen sie einander gegenüber, sind sie nicht vollständig. Die meisten Menschen wollen wohl zugeben, dass der Mensch auch ein “Naturwesen” ist und dass es auch in der Natur Veranlagung zur Kultur gibt. Auch Tiere haben eine Kultur: sie bauen prachtig verzierte Nester, machen Musik, lehren einander neues Verhalten in neuen Umständen, kommunizieren, spielen.
Die Menge an Kultur, die Menschen kreiert haben, ist riesig und explosiv. Und doch liegt dem als grösster Antriebskraft unsere Natur zu Grunde. Wir sind die gleichen Wesen wie unsere Vorfahren vor 10.000 Jahren und letztendlich ist für die meisten Menschen ihre eigene Familie die einzig echte Realität, genau wie das schon damals der Fall war.

Menschliche NaturKultur: Essender Affe
Die Kombination von technologischem Wachstum und menschlicher Natur führt zu immer grösseren Spannungen. Die Umweltkatastrophe ist zum Beispiel eine Naturkatastrophe, da sie durch Überbevölkerung entsteht, welche wiederum eine Folgeerscheinung unserer Natur ist, also der Bild eines Jungen mit einem verschmutzten GlobusSelbstverständlichkeit von Fortpflanzung und Familienbildung. Krieg kann man auch als Folge unserer natürlichen Gruppenaggression betrachten. Unrecht, Ungleichheit und Unfreiheit hängen mit der natürlichen Familienbildung zusammen, die Eigenschaften, Traditionen und kurzsichtiges Eigeninteresse weitergeben. Kurzum, unsere Natur – die individuellen Eigenschaften und Gruppenmerkmale, die wir im Laufe unserer Evolution entwickelt haben – reichen nicht mehr aus. Die neuen Umstände, die wir selbst geschaffen haben um unser Schicksal zu verbessern, zwingen uns zur Anpassung an uns selbst und an die Kultur, die wir geschaffen haben. Dafür ist es wiederum notwendig, um zu erkennen, wie stark unsere Kulturen mit der Natur in Zusammenhang stehen, aus ihr hervorkommen.

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