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Fortpflanzung

Dik Brummel

Allgemeine InformationEier und Samen

Fortpflanzung ist die Grundlage des Lebens. Die Fortpflanzung aller Individuen aller Arten ist im Grunde die Fortpflanzung ihres genetischen Materials (siehe auch DNA). Das bedeutet, dass das Individuum eine Hülle oder eine Art Beförderungsmittel für Geschlechtszellen ist, welche nach einer Verschmelzung mit einem anderen Individuum des anderen Geschlechts streben mit der vorhersehbaren Folge, dass daraus neue Individuen geboren werden.

Fortpflanzung selbst in der Hand
Eine Art, die sich nicht fortpflanzt, gibt es nicht. Auch auf Menschen trifft dies zu. Damit sagt man noch nichts über die Art der Fortpflanzung. Beim Menschen geht es etwas anders als bei anderen Arten. Unsere menschlichen Möglichkeiten lassen es sogar zu, dass wir unsere Fortpflanzung selbst in die Hand nehmen können. So können wir die Anzahl von Kindern, die geboren wird, planen. Auch können wir ihre Gesundheit verbessern und ihnen damit im Leben mehr ermöglichen. Dieser Prozess der Geburtsregelung und der Gesundheitsförderung ist schon seit dem 19. Jahrhundert ein Aspekt der modernen Welt, auch trifft es immer noch auf viel Widerstand.

Widerstand gegen Kontrolle der Fortpflanzung
Der Widerstand gegen die menschliche Kontrolle der Fortpflanzung ist verständlich wenn wir uns realisieren, dass die Fortpflanzung tief im individuellen und gesellschaftlichen Leben verankert ist. Die Veränderungen, welche im letzten Jahrhundert auftraten, haben hieran wenig verändert. Man verfügt zwar über mehr Wissen und auch ist die Akzeptanz bezüglich Verhütung und Abortus größer, aber dies hat bis jetzt nur zu einer bewussteren Familienplanung geführt. Das ist eine wichtige Entwicklung, aber sie hört an diesem Punkt nicht auf. Die wahre Regulierung der Fortpflanzung könnte noch viel weiter gehen. Die Frage nach der Lebensqualität ungeborener Kinder wird eine immer größere Rolle spielen und von diesem Standpunkt aus stellt man sich nicht mehr die Frage, ob sich „Frauen für Kinder entscheiden“ sondern „wofür sich die Kinder entscheiden würden“.

Biologische Mutterschaft
Es ist deutlich geworden, dass die Fortpflanzung, so wie sie nun stattfindet, nicht unabhängig von der Existenz zweier Geschlechter betrachtet werden kann, von ihrer Lust/Unlust und von der Familie als einer Form des Zusammenlebens. Diese vier Elemente formen das, was wir als das sexuelle System bezeichnen. Bei jedem dieser Elemente wird die große Bedeutung dann deutlich, wenn wir uns vorstellen, dass es sie nicht gäbe. Wenn die Fortpflanzung der menschlichen Kontrolle unterliegt, wird es die biologische Mutterschaft nicht mehr geben. Dadurch wird dann eine neue Familienform möglich, der Unterschied zwischen den Geschlechtern wird zur Diskussion stehen und Lust/Unlust wird einen ganz anderen Charakter bekommen.

 

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