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VergewaltigungVergewaltigung; Federzeichnung von Jungs belästigen ein Mädchen

Dik Brummel

Jeder hat eine Vorstellung davon, was eine Vergewaltigung ist, nämlich das Forcieren von Geschlechtsverkehr mit jemandem, der das nicht möchte. Es gibt unzählige Beschreibungen und Darstellungen davon. Ein Mann oder mehrere Männer ergreifen eine junge Frau, halten sie mit Gewalt fest (notfalls auch indem sie geschlagen, angeschrieen und beschimpft wird), reißen ihr die Kleider vom Leib, ziehen ihre Beine auseinander und dringen mit Gewalt in sie hinein (ihr steifer Penis gelangt in ihre Vagina, auch wird dies fast nie abgebildet). Wenn es mehrere Männer sind, wechseln sie einander ab. Wenn sie fertig sind, wird die Frau erschüttert zurückgelassen; misshandelt, gedemütigt, schockiert, blutend, aus der Fassung, traumatisiert.

Die echte Vergewaltigung
Die echte „Vergewaltigung“ verursacht bei jedem Abscheu und wird von alters her streng bestraft, bis vor kurzem sogar mit der Todesstrafe. Erst in der modernen Zeit wurde unter dem Einfluss des Feminismus auch die Vergewaltigung in der Ehe strafbar und wurde Vergewaltigung in Zeiten des Krieges als Verbrechen gegen die Menschlichkeit ausgerufen.
In diesem Text sprechen wir von „Frauen“, die vergewaltigt werden, aber das Objekt der Vergewaltigung kann natürlich auch ein Mann oder ein Kind oder ein Tier sein.
Erzählungen und Darstellungen dieser Form der gewalttätigen Vergewaltigung sind sehr alt. Man kann sie sowohl in der ältesten Literatur als auch im modernen Film finden. Vergewaltigung gibt es auch bei unseren engen Verwandten – den Schimpansen. Und bei vielen anderen Tierarten könnte man meinen, dass sie niemals etwas anderes tun als die Weibchen zu vergewaltigen.

GruppenvergewaltigungSoldaten, die eine Stadt zu besetzen
Etwas, das einer Vergewaltigung sehr nahe kommt, ist ein Spiel von Jungen, die einander antreiben und dann einem Mitschüler oder einer Freundin lästig werden indem sie z.B. schmerzhaft ihre Brüste und den Po begrapschen. Biologisch kann man dies als ein Übung des sexuellen Spiels sehen, bei dem Jungen aggressiv sein müssen um sich den Zugang zu einem Mädchen zu erkämpfen, während die Mädchen Jungen anziehen müssen um letztendlich befruchtet werden zu können.
Auch kennt man die Gruppenvergewaltigung von jungen Männern in Kriegszeiten oder Situationen, die jenen ähneln, wie Sport, Überfälle oder Straßenkämpfe. Nach einer Feldschlacht oder der Einnahme einer Stadt werden Soldaten, wenn der Kampf abgeflaut und die heftige Spannung und Todesangst weniger werden, sexuelle sehr erregt. Die meisten masturbieren dann, aber das Verlangen nach einer Frau ist sehr stark. Dazu kommt, dass von alters her der Gewinner des Krieges in einem Machtsrausch glaubt, alles an sich reißen zu dürfen. Wenn es auch noch Gefühle des Hasses gegenüber dem Feind gibt, kann das Bedürfnis der Demütigung verstärkt werden. Das Nehmen von Mädchen und Frauen ist dafür ein geeignetes Mittel. Die Evolutionsbiologie erklärt diese Erscheinung folgendermaßen: in der Urzeit war das Schwängern der Frauen des Feindes eine Möglichkeit, um die eigenen Erbanlagen weiter zu geben und so zu überleben. Bei Stammeskriegen wurde die besiegte Bevölkerung auch komplett ausgerottet um Rache eventueller Kinder zu vermeiden.

Vergewaltigung und das sexuelle System
Vergewaltigung, der Gebrauch von Gewalt um in die Frau einzudringen, ist ganz klar ein Aspekt des sexuellen Systems selbst. Bei den meisten Arten, die sich sexuelle fortpflanzen, muss das Männchen in das Weibchen eindringen um seinen Samen deponieren zu können. Man spricht vom „Krieg der Geschlechter“, da Männchen so viel Weibchen wie möglich befruchten wollen und Weibchen dagegen eine Auswahl treffen und daher viele Männchen abweisen müssen. Es gibt also immer einen unterschwelligen Konflikt zwischen den Geschlechtern.
Einige behaupten darum auch, dass jede Geschlechtsgemeinschaft eine Form der Vergewaltigung ist. Dadurch geht jedoch der Unterschied zwischen „normalem“ Sex und Sex, den wir missbilligen, verloren.
Der Kernpunkt, so behaupten wir meist, ist, dass man Vergewaltigung spricht, wenn die Frau nicht „will“.
In der oben beschriebenen Szene aus dem Film ist es deutlich, dass die Frau nicht will. Aber in vielen normalen Situationen ist es nicht so klar, was man „will“. Wollen scheint eine bewusste Wahl des vollen Verstandes zu sein, aber das ist es meist nicht (wollen bedeutet auch begehren). Das sexuelle Spiel, von flirten und trinken bis hin zu küssen und miteinander schlafen, wird begleitet von Suggestionen und Interpretationen, gemischten Gefühlen und Verlangen, von schönen und weniger schönen Worten, Gedanken, Handlungen.
Man kann darüber im Nachhinein anders denken als in dem Moment, als man damit beschäftigt war. Schuldgefühle spielen beim Sex unbewusst eine große Rolle. In einer Umgebung, in der alles, was mit Sex zu tun hat, mit Argwohn und Missbilligung reagiert wird, werden negative Gefühle stärker. Wenn jemand herausfindet, dass man unerlaubt Sex hatte, probiert also auch, die Schuld dem anderen in die Schuhe zu schieben (sie hat mich verführt, er hat mich überredet).
Wenn es dann auch noch Konflikte und Rachegefühle oder ein Vermuten der Untreue gibt, liegt eine Beschuldigung schlechten Benehmens nahe. Wenn die Umgebung und die Gesellschaft über die Medien, Schule, Politik und Gesetzgebung eine Atmosphäre kreieren, in der das Wort „Vergewaltigung“ für alles Fehlverhalten von Männern gegenüber Frauen benutzt werden kann, dann kann jemand der Vergewaltigung beschuldigt werden, obwohl die Bedeutung des Wortes in dem Fall absolut nicht mit der zu Anfang genannten Beschreibung von Gewalt, Missbrauch und Erniedrigung übereinstimmt.
Es ist wichtig, Dinge beim Namen zu nennen, da sonst durch Sprache manipuliert werden kann. Man sollte einen Zungenkuss nicht als Vergewaltigung bezeichnen. Und Geschlechtsverkehr mit einem Mädchen unter 12 Jahren ist auch nicht automatisch eine Vergewaltigung, da damit nicht immer Gewalt einher gehen muss.

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