zurückziehen

Zurückziehen wird auch „Coitus Interruptus“ und „vor dem Singen die Kirche verlassen“ genannt. Hierbei zieht der Junge den Penis in dem Moment zurück, in dem er kommen würde. Er lässt die Samen außerhalb der Vagina herausspritzen, auf den Boden, auf das Bein oder den Bauch des Mädchens, in ein Taschentuch in seiner Hand oder ähnliches.

 

Erfahrung und Geschicklichkeit beim Zurückziehen

Der Samenerguss findet immer einige Sekunden nach dem Orgasmus statt. Dies macht eine Anwendung gut möglich. In dem Moment, in dem der Junge merkt, dass er das Kommen nicht mehr zurückhalten kann, ist noch genug Zeit, um den Penis zurück zu ziehen. Es ist auch eine Frage der Erfahrung und Geschicklichkeit um diese Methode gut anwenden zu können. Der beste Benutzer dieser Methode ist ein Junge, der nicht zu schnell kommt (siehe hierzu auch „Ich komme beim Sex zu schnell“), mit einem Mädchen, dass kein Problem mit dem Kommen/Orgasmus hat (siehe auch „Ich komme nicht beim Sex“). Sie können sich dann lange lieben und genießen mit dem Penis in der Vagina. Die Chance einer Schwangerschaft ist klein, vor allem, wenn diese Methode während der sicheren Tage angewendet wird.

 

Zurückziehen unsicher?

Die meisten Aufklärungscampagnen propagieren, dass Zurückziehen eine unsichere Form der Verhütung ist. Manchmal wird sogar jemand hart angefahren diesbezüglich, was jedoch sehr übertrieben ist. Zurückziehen kann in der Praxis schon mal schief gehen. Wenn der Junge zum Beispiel zu erregt ist, kann er kommen, bevor er dies wirklich bemerkt. Oder aber das Mädchen hält den Jungen so fest, dass es ihm nicht gelingt, sich zurückzuziehen. Es gibt auch einfach Jungen, die dazu keine Lust haben oder Mädchen, die das nicht romantisch finden. Zurückziehen ist also nicht für jeden geeignet, aber dies gilt auch für die Pille. Es ist daher gut, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, um eine Befruchtung zu vermeiden.
Zurückziehen wird, vor allem nach der Erfindung der Pille und anderen modernen Methoden, als altmodisch bezeichnet. Aber für einige Menschen und in gewissen Situationen bleibt das Zurückziehen eine gute Methode, um eine Befruchtung zu vermeiden. Es gibt viel Erfahrung bezüglich des Zurückziehens, da Millionen von Menschen in der ganzen Welt diese Methode mit Erfolg gebrauchen.

 

Lebende Samenzellen in der Vorflüssigkeit?

Der wichtigste Einwand gegen das Zurückziehen ist, dass sich lebende Samenzellen in der Vorflüssigkeit befinden können. Es könnte also schon riskant sein, kurz mit dem Penis einzudringen oder mit Fingern, auf denen sich Vorflüssigkeit befindet, in die Vagina zu gelangen. Dies ist jedoch Unsinn.

 

Was ist Vorflüssigkeit?

Vorflüssigkeit wird bei sexueller Erregung von den Cowper-Zellen in die Harnröhre gebracht. Vorflüssigkeit verringert den Säuregrad in der Harnröhre und ist auch ein Gleitmittel. Vorflüssigkeit ist also eine Vorbereitung auf Sex. Vorflüssigkeit ist farblos, aber sie enthält Duftstoffe, die die sexuelle Erregung vergrößern. Der eine Junge produziert mehr Vorflüssigkeit als ein anderer.
In der Vorflüssigkeit befinden sich keine Samenzellen und man kann davon nicht schwanger werden. Samenzellen entstehen in den Nebenhoden. Wenn der Mann einen Orgasmus hat, kommen die Samenzellen durch den Samenleiter nach oben und vermischen sich mit der Flüssigkeit aus den Samenbläschen und der Prostata. Diese Mischung, die stoßweise nach dem Orgasmus aus dem Penis kommt, nennt man Sperma.
Nach einem Samenerguss (Ejakulation) bleiben Samenzellen in der Harnröhre zurück. Wenn der Penis kurz danach wieder in die Vagina eingeführt würde, bestände die Möglichkeit einer Schwangerschaft. Daher ist es sinnvoll, vor einer zweiten Ejakulation pillern zu gehen, sodass die eventuell noch vorhandenen Samenzellen weggespült werden.

 

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