krieg 

Krieg ist definiert als ein organisierter Kampf zwischen Gruppen derselben Art.

 

Warum gibt es Krieg? Man kann sich auch fragen: warum gibt es Frieden? Das liegt an dem Ausgangspunkt. Wenn man überall in der Natur Frieden und Harmonie wahrnimmt, alles im Gleichgewicht ist, da “Die Natur” oder Gott oder Allah das alles so vollkommen geschaffen hat, dann kann man schlussfolgern, dass der Mensch der einzige ist, der Krieg führt und du findest Beweise dafür bei allen Tieren um dich herum. Hunde und Katzen und Elefanten führen keine Kriege. Sie streiten sich zwar ab und zu, sie kämpfen um einen Knochen oder eine Frau, aber meistens bleibt es beim Drohen bis sich einer von beiden zurückzieht. Krieg definiert man als einen organisiserten Streit zwischen Gruppen einer Art und das kommt in der Natur sonst nicht vor.

Leider, sagt jemand anders, stimmt das oben Beschriebene nicht. Ameisen führen Kriege und auch manche Affen und andere Gruppentiere. Und Konflikte unter Individuen oder Gruppen von Tieren, die sich um Weibchen, Essen oder Territorium drehen, laufen nicht immer so glimpflich ab wie der romantische Naturliebhaber das gerne hätte. Die Kämpfe können recht blutig werden. Krieg hat mit Aggression zu tun und mit anderen fundamentalen Kräften in der Natur, die nicht immer friedlich und harmonisch ist, sondern sich immer fortwährenden Streit befindet. Die Frage war also immer schon, ob Krieg eine Erfindung des Menschen ist oder ob Krieg gerade durch die “Natur” erklärt werden kann.

 

Beide Annäherungsweisen enthalten ein Stück Wahrheit. Ungezweifelt ist das, was wir mit Krieg assoziieren typisch für den Menschen, genau wie das Schreiben von Theaterstücken oder Symphonien, Sport und Schnellverkehr. Es hängt also mit spezifischen Eigenschaften des Menschen zusammen, dass wir Krieg (und Frieden) kennen. Wenn wir aber nach einer tieferen Ursache suchen (sowie wir auch die tieferen Ursachen des Schreibens von Theaterstücken und Symphonien suchen können), dann gelangen wir zur menschlichen “Natur”, also beim Verhalten, das mit der Fortpflanzung zusammenhängt, Konkurrenz innerhalb der Art und dem Verteidigen und Vergrössern des Territoriums.

 

Das verdeutlicht, dass Krieg aus dem sexuellen System heraus entsteht. Krieg ist sexuell, da es etwas typisch männliches ist und dient dem Schutz der Familie und dem Vergrössern ihrer Möglichkeiten, sich fortzupflanzen. Soldaten stellen sich den Sieg über den Feind wie eine Eroberung von Frauen vor und werden also sowohl von Lustgefühlen als auch von Angst und Aggression inspiriert. Frauen machen dabei auch mit. Auf Bildern triumphierender Heere sieht man auch immer Frauen, die die Gewinner bewundern und verwöhnen. Wird der Gewinner gehasst, dann erfüllt das Vergewaltigen der besiegten Frauen die gleiche Funktion wie Sex mit Zustimmung.

 

Kurz zusammengefasst bedeutet das, dass do lange das sexuelle System besteht, gibt es Krieg. Krieg gibt es nicht nur in grossem Massstab sowie Weltkriege oder dem Krieg zwischen den USA und Irak, sondern v.a. auch in kleinerem Massstab. Es gibt an hunderten Orten der Welt Krieg. Die grosse Gefahr, die die Welt bedroht ist, dass als Folge der Überbevölkerung und dem daraus folgenden Kalhschlag der Umwelt, die Zahl der Krieg unter Gruppierungen auf Basis ihrer Kultur, auch innerhalb der Landesgrenzen, zunehmen wird. Im Hintergrund spielt dabei auch, genau wie beim Krieg zwischen den USA und dem Irak, auch Religion eine Rolle. Diese Rückkehr zum Primitiven läutet eine lange Periode von Zerrüttung und Elend ein.

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