überbevölkerung

Überbevölkerung ist ein Weltproblem. Die Flüchtlingsströme aus Armut, Hoffnungslosigkeit und Krieg sind ein Symptom globaler Ohnmacht, um dieses Problem substantiell anzugehen.

 

Es wohnen zu viele Menschen auf der Erde, auch in den Niederlanden.

Dadurch gibt es bei uns seit Jahren Platzmangel: Betonburgen als Wohnungen, Strassen und Wege voll mit Autos, immer voller werdende Natur- und Erholungsgebiete. Da wir auf einem hohen Entwicklungsniveau leben, verbrauchen wir viel Energie und muss die Umwelt immer wieder unter der wirtschaftlichen Notwendigkeit in einer Welt voll Konkurrenz zu überleben leiden. Sehr deutlich zeigt sich die Überbevölkerung auch in der Bildung (grosse Klassen) und im Gesundheitswesen (Wartelisten), wobei die Qualität schlechter ist als sie sein könnte. Durch unseren grossen Konsum tragen wir auch zur Umweltverschmutzung in der Welt bei.

 

Negative Gefühle gegenüber Ausländern

Wenn man behauptet, dass die Niederlande unter Überbevölkerung leidet, dann verursacht dies bei vielen Menschen negative Gefühle gegenüber Ausländern: Niederländer haben ihre Kinderanzahl im letzten Jahrhundert dermassen begrenzt, dass die durchschnittliche Niederländerin im Jahr 2000 nur noch 1,7 Kinder bekommt. Und das liegt unter dem “Ersetzniveau”, was bedeutet, dass nach 2030 weniger Niederländer auf die Welt kommen als sterben und das führt, so fürchtet man, zur Vergreisung und zum Aussterben der Niederländer. Und trotzdem hat ist die niederländische Bevölkerung bis 2004 gewachsen und das war Folge der Einwanderung. Das Problem der Überbevölkerung wurde von einigen Menschen dazu benutzt, eine Politik zu betreiben, die sich auf das Begrenzen der Zulassung von “Ausländern” richtet. Diese Politikwird offiziell auch von vielen westlichen Regierungen ausgeführt. Die eine Partei ist dabei strenger als die andere. Es gibt immer mehr Stimmen aus der Gesellschaft, dass man der Einwanderung Halt gebieten muss (mit Ausnahme von Ausländern, die man schätzt, wie Professoren oder Prinzessinen). Als weiteres Argument werden auch andere Aspekte der Anwesenheit von “Ausländern” benutzt, v.a. Kriminalität und die Gefahr islamitischen Fundamentalismus’. Die niederländischen “Normen und Werte”, so wird behauptet, müssen gegen fremde Einflüsse verteidigt werden. Diese Argumentation beherbergt zwei grosse Gefahren:
Erstens bekommen “Ausländer: die Schuld an einem Phänomen, für das sie genau so wenig oder viel Verantwortung tragen wie Niederländer. Anstatt einer Schicksalsgemeinschaft wird ihre Apartheid betont.

 

Weltproblem

Zweitens gerät dabei in Vergessenheit, dass die Bevölkerungsexplosion ein Weltproblem ist und dass sie genauso relevant ist für arme wie für reiche Länder. Die Flüchtlingsströme aus Armut, Aussichtslosigkeit und Krieg sind ein Symptom der weltweiten Machtlosigkeit, dieses Problem in den Grundfesten anzupacken. Die Ursache des Bevölkerungsproblems ist die Selbstverständlichkeit und Universalität der sexuellen Ordnung, die von jedem Mädchen eine Mutter machen möchte. So ist in vielen Ländern Verhütung immer noch verboten und werden andere soziale Reformen (Emanzipation, soziale Sicherheit, Bildung, Gesundheitswesen) stark behindert. Das liegt übrigens auch wieder auch der grossen Kinderzahl.

 

Zukunft

Für uns geht es beim Bevölkerungsproblem nicht um Abstammung, sondern um Zukunft. Wenn wir nur von den Niederlanden sprechen, dann können hier besser 6 als 16 Millionen Menschen wohnen. Das würde viel ausmachen hinsichtlich des Platzes, Wohlstand und Umwelt. Dieses Ziel kann man innerhalb weniger Generationen erreichen, wenn viel mehr Menschen keine Kinder bekommen würden.

 

Dik Brummel

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