politik

Die Belohnung einer hohen Position ist der Zugang zu Frauen und damit die Verteilung des eigenen genetischen Materials des Mannes. Politik als öffentliches Verhalten war daher immer ein Männergeschäft. Dies sollte nicht mit der Unterdrückung von Frauen durch Frauen verwechselt werden.

 

Belohnung

Dadurch, dass Frauen die besten Männer auswählen um ihre eigen Fortpflanzung und die Versorgung der Kinder zu optimalisieren, herrschen sie letztendlich über die Männer und bilden sie die zu Grunde liegende politische Macht in der Gesellschaft – mit weitreichenden Folgen für Sitten und Gewohnheiten, wozu auch die gehören, die die Frau unterdrückt.

Sexuelle Ordnung

In der Politik geht es basal betrachtet um sexuelle Ordnung, das sexuelle System der Familie, Geschlechterunterschiede, Fortpflanzung und Lustregulierung.
Die höchste politische Macht in den Niederlanden hat das z.B. das Königshaus (Haus = Familie), welches ein Symbol für die Einheit des ganzen Volkes sein soll. Derjenige, der denkt, dass wir in einer Demokratie leben und dass der König keine politische Macht mehr hat, täuscht sich. Tatsache ist, dass sich in den letzten 200 Jahren immer mehr Menschen über das Wahlrecht um Thron geschart haben. Erst die Reichen, dann alle Männer, dann auch die Frauen. Der Fortschritt dabei ist, dass sich immer mehr Menschen mit der Politik beschäftigen. Dies ist ein typischer Aspekt der modernen Gesellschaft, mit Rechtssystem, Pressefreiheit, Bildung, Wohlstand etc – dies alles relativ gesehen und nur bis zu einem gewissen Punkt. Es gibt nämlich auch eine Schattenseite. Wer das Wahlrecht besitzt, ist ein Bürger und ein Bürger denkt in Termen von Macht, welche er gegenüber anderen ausüben muss, mit der niedrigsten Kategorie, die als „Volk“ bezeichnet wird.
Die königliche Familie vergegenwärtigt alle Familien und verbreitet so die Familienideologie. Die Beziehung zwischen dem Volk und dem Königshaus beruht auf einem sexuellen Fundament. Hierbei spielen recht heftige Gefühle eine Rolle. Ein Streit innerhalb der königlichen Familie führt zu einem großen öffentlichen  Wiedererkennen. Der schöne Schein vermischt sich mit dem aufrechten Bedürfnis, die Familie und Verwandtschaft beieinander zu halten. So hält sich ein Bild einer harmonischen, glücklichen Familie mit unbescholtenem Verhalten aufrecht. In Umfragen unter dem Volk wird deutlich, dass die meisten Jugendlichen mit ihren Eltern sehr zufrieden sind – und dies gilt auch andersherum für die Eltern. Sowohl die Umfrage selbst als auch die Antworten entstehen aus der Propaganda für die Familie, die täglich tausendfach in Wort und Bild geführt wird.

 

Politische Macht und Familie

Politische Macht wird also durch die Familie ausgeübt, in jeder Generation wieder. Die menschliche Gesellschaft ist im Prinzip genau so angeordnet wie die Gesellschaft der Affen. Und so sollten wir die Politik auch verstehen und nicht zu viel davon erwarten. Politik ist nicht das Höchste, nach dem ein Mensch streben kann, sondern eher das Niedrigste. Politik ist nicht Ausdruck eines noblen menschlichen Verstandes, sondern eher Ausdruck von Instinkten und Emotionen. Politik ist eine notwendige (verbale) Gewalt gegenüber Gegnern. Je häufiger und heftiger die politischen Gegensätze sind, desto primitiver ist eine Gesellschaft – klein oder groß. Niemand erreicht etwas in der Politik, wenn er nicht selbst auch (Selbst)Betrug, Heuchlerei und Korruption gebraucht. In politischen Diskussionen und  bei politischen  Entscheidungen geht es meist um verkehrte Fragen, welche auch noch oft zu verkehrten Lösungen führen. In der Politik zeigt sich, wie primitiv unsere Art eigentlich noch ist. Veränderung entsteht nur durch neue Ideen, die erst in entlegenen Winkeln  der Gesellschaft geboren wurden und erst viel später in verzerrter Form in der Politik auf der Tagesordnung stehen.
Dies zeigt, dass eine Abwesenheit von Politik vorläufig noch undenkbar ist – genau so wie das Verschwinden der Familie.

 

Sexuelle Politik

Was ist sexuell an Politik?
Politik wird in der Mehrheit von Männern ausgeübt. In der westlichen Welt gibt es seit Kurzem auch relativ viele Frauen in der Politik. Dies wird im Allgemeinen als Fortschritt gesehen, aber das muss nicht unbedingt so sein. An erster Stelle darum nicht, da politische Positionen an der Spitze sehr nah am Thron stehen. Die Macht wird durch eine Hierarchie ausgeübt und gute Positionen von Frauen in der obersten Schicht sind keine Garantie für eine Emanzipation aller Frauen. Zweitens kommen Frauen genau so oft aus dem konservativen Sektor. Drittens beruht das herrschende politische Denken auch auf Feminismus, einer reaktionären Doktrin, die letztendlich das sexuelle System bestätigt.

 

Trennung von Privatleben und Öffentlichkeit

Politiker müssen, so findet man, unbescholtene Leute sein. Die Trennung von Privatleben und Öffentlichkeit ist für sie darum eine schwierige Anforderung aber auch eine Form des Schutzes. Der dem zu Grunde liegende Gedanke ist, dass Politiker rechtschaffene und gute Menschen sein müssen, aber das ist in der Praxis zu viel des Guten. Das Wort „unbescholten“ kann sich auf verschiedene Dinge beziehen, aber meist hat es eine sexuelle Bedeutung. Es läuft darauf hinaus, dass Politiker nach außen auf jeden Fall den Eindruck wecken, dass sie das sexuelle System stützen.

 

Repressive Toleranz und Konformismus

Die Politik ist unersetzlich um neue Ideen letztendlich realisieren zu können. Politische Diskussionen und Streitereien haben in den Niederlanden zu frei verfügbarer Verhütung, Abortus, Nacktstränden und der gesetzlichen Partnerschaft Unverheirateter, der Homo-Ehe und der Aufhebung des Bordell-Verbotes geführt. Dies ist ein Fortschritt verglichen mit früheren Zeiten oder anderen Ländern. Ein Grund um glücklich zu sein. Es handelt sich um verschiedene Dinge, die wiederum hinsichtlich ihrer eigenen Werten beurteilt werden müssen. Der Nacktstrand ist z.B. eine typische Form von repressiver Toleranz und die Homo-Ehe ist eine Form des Konformismus’. Und wir sollten auch nach den Dingen schauen, den noch nicht oder noch nicht ganz erreicht wurden, Dinge die in erster Linie von der Politik abgewiesen werden. Die Gesetzgebung rund um genetische Forschung – unersetzlich wenn es um sexuelle Reform geht – ist genau so abweisend wie die von vor 100 Jahren hinsichtlich der Verhütung.

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