prostitution

Prostitution wird der älteste Beruf der Welt genannt. Dies kommt dadurch, dass die Frau seit der Urzeit nicht allzeit bereit war für die Geschlechtsgemeinschaft, die der Mann gerne wollte.

 

formalisierte Form der Prostitution

Eine Frau lernte schon früh, dass sie für viele Männer, jung und alt, attraktiv war. Ihr biologischer Auftrag war jedoch, von einem Mann befruchtet zu werden, der auch die folgenden Bedingungen erfüllte: er musste so jung und gesund wir möglich sein und er musste ihr mit der Erziehung und dem Schutz der Kinder, die er bei ihr zeugte, helfen. In der Praxis war und ist es so, dass junge, kräftige und wohlhabende Männer mit einem hohen sozialen Status auf dem Heiratsmarkt am begehrtesten sind. Letztendlich sind ihre Qualitäten (Tausch-)Mittel um Zugang zur Vagina der Frau zu bekommen, die sie begehren. Die führt zu der Schlussfolgerung, dass die Ehe ein formalisierte Form der Prostitution ist.

 

Varianten 

In den Fällen, in denen die oben beschriebene Paarformung nicht als ein geschlossenes System auftritt, gibt es Varianten auf dem Markt von Verlangen und Befriedigung. Mädchen können sich selbst sexuell attraktiv finden und mit ihrem eigenen Spiegelbild Befriedigung erleben. Die Mode und die Schönheitsmittelindustrie, der sanfte Porno, üben eine große Anziehungskraft auf junge Frauen aus, die sich gerne als Model für Schönheit zeigen wollen. Einige Mädchen haben nicht so hohe Ansprüche an einen möglichen Partner. Sie sammeln bereits in ihrer Jugend sexuelle Erfahrung und merken, dass sie dafür Vergünstigungen verlangen können. Sie suchen vielleicht nach dem „einen Wahren“, aber stellen sich inzwischen für sexuellen Kontakt im Tausch für Geld, Wohnraum, einen Job, zur Verfügung. Manchmal geschieht dies ganz von selbst – vor Allem, wenn es sich nur um einen Mann handelt, der auch noch ehrlich verliebt ist und sie ihn auch mag – sodass der Gedanke an Prostitution gar nicht entsteht. Beispiele hierfür sind die „Maitresse“ und „Freundinnen“, die manchmal eine hohe soziale Position haben. In dem Maße, in dem sich die Zahl der Männer ausbreitet und der Preis pro Treffen konkreter festgelegt wird, fängt es an, der Prostitution zu ähneln. Aber auch dann gibt es noch viele Varianten. Die höher angesehenen sind der Status einer „Geisha“ oder „Gastfrau“ oder Eskortedame“. Kernfragen sind natürlich: bestimmt die Frau selber, mit wem sie ins Bett geht und auch, was da passiert? Hat sie Selbstvertrauen und Entwicklungsmöglichkeiten? Hat sie freie und sinnvolle Auffassungen hinsichtlich und Kenntnis über Sex?

 

Verschiedene Ränge

Durch diese Fragen wird deutlich, wie die verschiedenen niedrigeren Ränge der Prostitution gebildet werden. Am niedrigsten Punkt der Skala befinden sich die Frauen, die wie Sklaven vermittelt werden, die nichts anderes sind, als ein Objekt und nichts zu sagen haben hinsichtlich ihres eigenen Lebens. Sie sind auch in ihren eigenen Augen das Gegenteil der erfolgreich verheirateten und allgemein angesehenen Frau/Mutter des besseren Standes. Beide Extreme sind Idealbilder, die in der Mythologie des täglichen Gesprächs als Gegensätze fungieren. Dazwischen befinden sich allerlei Varianten von „Sex im Tausch für etwas“, welche von sozial-ökonomischer Art sind.

 

Gesellschaftliches Phänomen

Prostitution ist also ein gesellschaftliches Phänomen, welches den freien Markt illustriert, auf dem sich jeder für Geld oder Güter verkauft, ausbeutet oder ausgebeutet wird und wobei einige mehr Gewinn machen als andere. In diesem Sinne ist Prostitution (auch Männerprostitution) ein ökonomisches und nicht ein sexuelles Phänomen. Auf der anderen Seite illustriert Prostitution auch gut die sexuelle Struktur, die die Basis für die Wirtschaft bildet, was bereits zu Beginn dieses Kapitels beschrieben wurde.

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