dieheiligefamilie

Die christliche Religion hat ein Merkmal, das bei anderen Religionen weniger deutlich oder anders ausgearbeitet ist, nämlich die Rolle der Familie bzw von Mutter und Kind plus Vater. Auffallend ist die zentrale Stelle von Mutter und Kind, Maria und das Baby Jesus. In der ganzen Geschichte begegnen wir dieser christlichen Ikone als Symbol des Lebens und als Emblem von Liebe und Sorge/Fürsorge. Hierneben gibt es auch einen Vater.

 

Der Vater 

Aber der Vater ist eine dubiöse Figur. Auf der einen Seite ist es Joseph, der Zimmermann, der Verlobte von Maria in Nazareth und Bethlehem, der das Kind in der Jugend erzieht und im Allgemeinen als Mann von Maria betrachtet wird.
Aber es gibt auch den “echten” Vater von Jesus, der die Jungfrau Maria über den heiligen Geist befruchtet hat. Jesus ist also das Kind von der Jungfrau Maria und Gott. Als 9-jähriger Junge weiss er bereits, dass der Tempel der Ort ist, wo sein Vater wohnt und dass er “die Arbeit seines Vaters” tun muss.

 

Sexuelle Bedeutung

Die sexuelle Bedeutung dieser Basis des christlichen Denkens ist deutlich. Kinder kommen aus dem Bauch der Mutter und die Ursache hiervon findet man im tiefsten Ursprung des Lebens (angedeutet mit dem Namen Gott). Der sichtbare Mann, der als Vater durch’s Leben geht, hatt in gewissem Sinne nur eine Nebenrolle. Er hat nur eine sekundäre Bedeutung.  Gott, der Schöpfer und also auch der Höchste wird jedoch deutliche als Mann beschrieben. Warum? Wahrscheinlich, da die Schöpfung der Welt als etwas Kompliziertes, eine “Kreation” gesehen wird, d.h. als etwas Neues, das es davor nicht gab, wie eine Erfindung, ein Produkt technischer und besonderer Intelligenz und Wissens. Und das ist von alters her typische Männerarbeit. Das Christentum zelebriert als  den Mann als Schöpfer, als Macher, als Erneuerer. Die Frau ist v.a. Mutter und trägt das Leben in sich und lässt es weiterbestehen.

 

Andere Religionen

Hier findet man den wichtigsten Unterschied zwischen dem christlichen Glauben (mit Wurzeln im jüdischen Glauben) und Religionen wie dem Hinduismus und dem Buddhismus, die die Gottheit gerade mit dem Weibliche assoziieren, also mit Mutter Erde und die dadurch letztendlich der Wahrheit viel näher kommen, die aber auch keine Veränderung, Erneuerung, progressive Dynamik in ihrem Glauben eingebettet haben.

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