sex&religion

 

Religion hat viel mit Sexualität zu tun. Die grossen Religionen haben meist konservative Auffassungen auf sexuellem Gebiet. Sowohl in der Vergangenheit als auch heutzutage ist der Gottesglaube im sexuellen System verankert.

 

Veränderungen auf sexuellem Gebiet

Veränderungen auf sexuellem Gebiet wurden und werden so lange und heftig wie möglich bekämpft. Ob es nun um Masturbation und Betrug, Verhütung und Abtreibung, um sexuelle Abweichungen, Pornographie, Prostitution, Interessen der Familie, die Rolle der Frau, nackt herumlaufen, Bevölkerungspolitik oder freie Liebe geht: immer wurde und wird durch die Glaubensgeimeinschaft unter Leitung von Predigern in erster Linie abweisend hierauf reagiert. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Religionen fällt schnell auf: die Protestanten sind nicht so konservativ wie die Katholiken und beide sind wiederum nicht so konservativ wie der Islam. Ein weiterer Schritt zurück wird im Hinduismus und diversen Formen von “Natur”-Religionen gemacht.

 

Barbarische Gewohnheiten

Barbarische Gewohnheiten wie das Beschneiden als rituelle Bestätigung der sexuellen Ordnung, das Steinigen von betrügenden Frauen, das Verbrennen von Hexen (Menschen, die beschuldigt wurden, sexuellen Umgang mit dem Teufel zu haben) und das grausame Töten von Vergewaltigern oder Menschen mit einer sexuellen Abweichung werden mit religiösen Überzeugungen verteidigt. Im Allgemeinen steht die Religion also für  eine konservative und sexfeindliche Darlegung in der Gesellschaft.

 

Religion und Kultur

In der modernen Welt ist die Macht der Religion in den letzten 200 Jahren kleiner geworden. Aber indirekt spielt sie immer noch eine grosse Rolle im persönliche und öffentlichen Leben, auch in dem von Menschen, die nicht in die Kirche gehen.
Das Vorhergehende bedeutet nicht, dass die Religion die Ursache strenger sexueller Auffassungen ist. Das liegt viel weiter zurück. Die primitivsten Formen von Aberglaube suggerieren nämlich, dass typische Kennzeichen sexueller Ordnung (Betonung vom Unterschied von Mann und Frau, ängstliches Bewachen der Lustfunktion, Fortpflanzung und Familiengründung) viel weiter zurück in der Evolution zu finden sind und daher nur aus dem natürlichen sexuellen System heraus, das uns mit der Tierwelt verbindet, zu erklären sind.
Die Religion als typisches Kennzeichen der menschlichen Kultur illustriert also auch auf typische Weise, wie die “Kultur” grösstenteils in der “Natur” verwurzelt ist. Dies kann an Hand von der Schöpfung von Gott, Schöpfungsmythen, Göttern und Gott, der heiligen Familie, Religion und Emotion etc verdeutlicht werden.

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