ursprungderehe

Die Ehe gibt es bereits so lange, dass es unmöglich ist, den Ursprung oder genauen Beginn herauszufinden. Völker, die genau so leben wie ihre (und unsere) Vorfahren vor 10.000 Jahren haben fast alle ein Ritual, be idem Mann und Frau öffentlich in der Ehe miteinander verbunden werden.

 

Ausnahmen

Ausnahmen sind die Buschmänner (die mit der Zukünftigen einfach abhauen und als Mann und Frau gelten wenn sie zurückkkehren) und die Aborigines in Australien ( bei ihnen hat die Frau nach der Beschneidung eine sexuelle Beziehung mit den Männern, die Recht auf sie haben. Danach verbindet sie sich mit dem Mann, der dazu bestimmt ist, ihr Ehemann zu werden und sie gründen gemeinsam einen Haushalt). Auch bei den Eskimos gibt es kaum Rituale bei der Gründung eines gemeinsamen Haushaltes ( das gleiche gilt für die Scheidung: er braucht sie bloss zu ihren Eltern zuruückzuschicken). Aber auch bei diesen Ausnahmen gibt es so etwas wie eine Ehe: eine gesellschaftlich akzeptierte Verbindung zwischen zwei Menschen unterschiedlichen Geschlechts.

 

Ehe und Familie

Bei der grossen Mehrheit der Kulturen auf der Erde ist die Ehe eine öffentliche Angelegenheit. Es ist ein Vertrag zwischen zwei Familien. Die Ehe regelt Erbe, bestimmt Rechte und soziale Verbände der Kinder. Die persönliche Beziehung der Partner macht also nur einen kleinen Teil der Funktionen der Ehe aus. Erst in unserer modernen Gesellschaft ist die romantische Idee entstanden, dass man heiratet weil man sich liebt. Tatsache ist, dass man auch dann heiratet, da die gleichen Belange wie in jeder primitiven Gesellschaft auf dem Spiel stehen: Besitz, Haushalt, Kinder bekommen und aufziehen. Darum hat man auch viel Verständnis für Regelungen anderer Kulturen hinsichtlich der Partnerwahl, die (auch) auf Besitzansprüchen beruhen. Scheidung wird im allgemeinen als bedauerlich empfunden. Das Risiko einer Scheidung wird grösser, wenn nur romatinsche Liebe die Basis der Ehe war. Die ist darauf nicht eingestellt, im Gegenteil. Wer einmal Verliebtheit erlebt hat, wird danach immer wieder verlangen.

 

Romantische Liebe

Die romantische Liebe ist eine Bedrohung für die Ehe. Je primitiver die Gesellschaft je weniger Raum es für die romantische Verliebtheit gibt innerhalb der sozialen Pflichten, die jedes Stammesmitglied hat.
Die Ehe ist also fast immer eine öffentliche Angelegenheit. Auch wer es einfach möchte, muss doch zusammen mit Trauzeugen zum Standesamt. Wer es grösser feiern will, wie der König und seine Familie, der unterzieht sich auch den religiösen Ritualen, die vom ganzen Volk mitgefeiert werden.

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