satyriasis 

Außergewöhnlicher Geschlechtstrieb beim Mann. Der Begriff kommt von Satyr, einem Halbgott, eine Mischung aus Bock und Mensch, der in der griechischen Mythologie Symbol für Geilheit war. 

 

Satyriasis wurde früher als Gegenteil von Nymphomanie gebraucht, welche das gleiche Symptom bei der Frau andeutet. Meistens werden diese Begriffe als Krankheitsbild oder Schimpfwort gebraucht. In den 70er Jahren war man davon überzeugt, dass „zu viel Sex“ nicht möglich war, da dies subjektiv ist. Was für den einen zu viel ist, ist für den anderen zu wenig, sagte man. Wovon man aber überzeugt war, war dass wenn sich jemand trotz viel Sex nicht befriedigt fühlte oder noch lustloser wurde, derjenige krank war. Die Idee, dass einige Menschen einen so starken Geschlechtstrieb haben, das es zu Problemen führen kann, blieb also. Heutzutage findet man dies auch wieder öfter. Man spricht  in der modernen Sexologie von „Hyper-Sexualität“. Diese ist das Gegenteil von „Hypo-Sexualität“, bei der der Betreffende zu wenig Lust hat. Das Letztgenannte ist schon seit längerem anerkannte sexologische Beschwerde, welche bei Ehepaaren häufig vorkommt.

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