sexuelleeifersucht

Sexuelle Eifersucht ist ein Mechanismus von Verhalten und Gefühl, der sich entwickelte um Untreue des Partners zu verhindern und dem entgegen zu wirken. Dieser Menchanismus entsteht, wenn die Beziehung von Dritten bedroht wird.

 

Auch bei der Eifersucht gibt es Unterschiede bei den Geschlechtern, zumindest ist das die herrschende Meinung unter Evolutionsbiologen, die diesen Unterschied auch erklären können.
Bei Männern entsteht Eifersucht v.a. wenn der Partner sexuelle Eskapaden unternimmt. Sogar die Phantasie oder der Gedanke daran, dass die Frau “es” mit einem anderen Mann treibt, kann bereits zu tiefer Verzweiflung, Wut oder aggressivem Verhalten führen.
Bei Frauen entsteht Eifersucht v.a. durch emotionelle Untreue und Verlust von Aufmerksamkeit und Zuneigung. Wenn der Partner nur Sex hat mit jemand anders, wird sie darunter im Allgemienen weniger leiden als unter dem Verlust von Liebe, was zu Raserei führen kann.

 

Eigeninteresse

Evolutionsbiologen erklären diesen Unterschied mit dem genetischen Eigeninteresse der Individuen. Man geht davon aus, dass Gene immer nach ihrer eigenen Reproduktion streben.
Das genetische Eigeninteresse des Mannes wird bedroht, wenn seine Frau Sex hat mit einem anderen Mann, da seine Frau ungemerkt schwanger werden kann. Wenn sie ein Kind bekommt, muss er dafür sorgen. Er muss dann Zeit und Energie in Nachkommen eines anderen investieren, was vollständig gegen sein reproduktives Interesse seiner eigenen Gene ist.
Das genetische Eigeninteresse der Frau wird weniger bedroht, wenn ihr Mann Sex mit einer anderen Frau hat. Ein eventuelles Kind würde das Problem der anderen Frau sein. Eine Bedrohung ihres h=genetischen Eigeninteresses wäre es, wenn der Mann der anderen Frau Aufmerksamkeit und Zuneigung schenkt. Das bedeutet nämlich, das ser weniger Energie in ihre Nachkommen investiert, wodurch ihre Gene weniger optimale Überlebenschancen bekommen. Ehepartner finden es also weniger schlimm, wenn ihr Mann einen Seitensprung macht oder sich beim Porno einen runter holt oder zu Huren geht.

 

Wettkampf

Unter Männern gibt es einen natürlichen Wettkampf um bei der Frau einzudringen. Das bedeutet, dass bei Männern Eifersuchtsgefühle extra stark entstehen, wenn der andere Mann mehr Prestige hat. Bei Frauen entstehen Eifersuchtsgefühle v.a. wenn ihre Rivalin jünger oder attraktiver ist.
Forschung zeigt, dass in allen Gesellschaften Männer ihre Frau öfter töten als das umgekehrt der Fall ist und meist ist das Motiv sexuelle Eifersucht. Dabei kann schon das Vermuten von Betrug ausreichen. Frauen ermorden ihre Männer aus dem gleichen Grund, aber es kommt weniger vor.
Männliche sexuelle Eifersucht ist das hauptmotiv von häuslicher Gewalt und Misshandlung des Partners. Man kann schwer feststellen, wie oft eifersüchtige Männer und Frauen einander misshandeln, da die meiste Schläge nicht bei der Polizei gemeldet werden.
Männermisshandlung wir kaum angezeigt. Nebenbei sollte angemerkt werden, dass Frauenmisshandlung keine Erfindung des Westens ist, keine Folge von männlicher Verschwörung und kein Ausdruck “partiarchaler” Kultur, so wie der Feminismus behauptet.

 

Verständlich 

Männer tun alles um zu verhindern, dass ihre Frauen fremdgehen, sowie einschliessen oder isolieren, beschützen mit Keuschheitsgürtel oder bedeckende/verhüllende Kleidung. Frauen, die eifersüchtig sind, achten auf ihren Mann, durchsuchen seine Kleidung und andere privaten Dinge, zeigen ständig ihren Argwohn, enthalten ihm Sex oder weisen ihn höhnend auf die Attraktivität anderer Frauen.
Aus dem genetisch-biologischen Blickwinkel betrachtet sind das alles verständliche Verhaltensweisen, dei dafür sorgen müssen, dass der Mann die Reproduktion seiner eigenen Gene fördert und nicht die eines anderen und dass die Frau das Wohlsein ihrer eigenen Nachkommen fördert und nicht das eines anderen.

 

Näher dran

Die genetische Erklärung ist weit von dem konkreten menschlichen Verhalten, das wir wahrnehmen, entfernt. Wir sprechen dann auch von der “ultimativen” Erklärung. Es gibt auch Erklärungen, die näher dran sind. Wir nennen das “proximate” Erklärungen. Bei Eifersucht ist deutlich, dass ängstliche Bindung eine fundamentale Rolle spielt. Die Basis davon liegt bei Mutter und Kind. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern spielt dabei keine grosse Rolle. Angst, im Stich gelassen zu werden, das Fordern von Anwesenheit, Bosheit, wenn Verlassenwerden droht, Trauer und Depression wenn das Verlassen definitive ist, gehören auch bei Vögeln und anderen Säugetieren zu den Grundmustern von Emotion und Verhalten die wichtig sind zum Überleben. Die sexuelle Komponente macht die zu Grunde liegende Verlassensangst nur noch heftiger.
Man kann es auch von näher dran erklären, warum Männer viel eifersüchtiger sind als Frauen. Mädchen wissen schon früh, dass Jungen dazu neigen, fremd zu gehen und dass sie probieren müssen, sie für sich zu gewinnen. Sie tun das u.a. indem sie ihm das Gefühl geben, dass er besser ist als andere Jungen. Der Wettkampf unter Jungen hat darin seinen Ursprung. Der Mann fühlt sich von der Frau “auserkoren”, genau wie die eine Samenzelle, die bei der Befruchtung hinein darf. Sein Selbstvertrauen ist in hohem Masse darauf basiert. Wenn sie fremd geht, stürzt seine Welt ein.

 

Kultur

In den Menschenwissenschaften wir noch oft behauptet, dass diese Eifersucht ein Produkt der Kultur ist. Man unterbaut das indem man Kulturen beschreibt (von weit weg oder von früher), in der es keine Eifersucht gibt. Diese vorgenommenen Betrachtungen sind jedoch immer oberflächlich. Eifersucht ist ein universell vorkommendes Phänomen bei allen Säugetieren und Vögeln, bei der die Sorge für die Nachkommen eine grosse Investition ist für Männer und Frauen. Das bedeutet nicht, dass Eifersucht immer gkeich gross sein muss. Zwischen Genen und komplexem menschlichen Verhalten liegt ein grosser Abstand. Es gibt Menschen, die ihre Beziehung in eine Hölle verändern, während andere einen erträglichen “modus Vivendi” zu finden wissen und andere sogar den Spass am Fremdgehen fördern und unterstützen.
Im Allgemeinen kann man behaupten, dass Eifersucht einen einengenden und auf Dauer erstickenden Effekt hat. Der sich emnzipierende Mensch probiert, sich davon zu befreien. Die Biologie kann dabei helfen zu verstehen, warum das oft so schwierig ist und warum allgemein herrschende Auffassungen sich so langsam verändern. So lange der Mensch Interesse hat an der eigenen individuellen Fortplfanzung und Familiengründung, wird Eifersucht auch ein Teil davon bleiben.

 

Dik Brummel in Gespräche mit Johan van der Dennen 

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