sadomasochismus 

Bei Sadomasochismus erlebt man(sexuellen)Genuss in dem man jemand anderen Schmerz, Zwang, Erniedrigung, Peinigung oder Gleichgültigkeit erfahren lässt oder dies selbst erfährt. 

 

Dieser Term ist eine Zusammensetzung aus den Wörtern „Sadismus“ (hergeleitet von De Sade) und „Masochismus“ (von Masoch). Ein anderer Ausdruck ist Algolagnie, was „Schmerz genießen“ bedeutet.

 

Sklave und Meister

Die Abkürzung SM wird am häufigsten gebraucht für diese mehr oder weniger akzeptierte Form des Sexerlebens, welche einige Menschen von Zeit zu Zeit ausleben, in ihrem Privatleben oder in speziell dafür eingerichteten Clubräumen. Der Kern von SM ist das Spielen von Sklave und Meister, oft verbunden mit allerlei Attributen wie enger Lederkleidung und Stiefel, Bänder, Ketten, Nippelklemmen, Peitschen, brennendes Kerzenwachs etc. Der Meister/die Meisterin „erzieht“ den Sklaven/die Sklavin und die Befriedigung wird so lange wie möglich herausgezögert.

 

Universelles Sexverhalten

Sadomasochismus ist, genau wie alle anderen sexuellen Varianten, ein universell, also bei jedem und überall vorkommender, Aspekt des Sexverhaltens. Fast jeder verliebt sich, wenn er noch sehr jung ist – vor oder ungefähr zu Beginn der Pubertät. Fast nie ist diese Verliebtheit gegenseitig. Jungen verlieben sich meist in Mädchen, die im Allgemeinen reifer oder älter sind, Mädchen verlieben sich in unerreichbare Ideale und wissen, dass sie von minderwertigem Volk begehrt werden. Bosheit und Frustration gegenüber dem anderen Geschlecht sind eng mit diesen Erfahrungen verbunden.
Phantasien darüber, dass man belästigt wird oder über Vergewaltigung sind bei Mädchen ganz normal und bilden oft einen Teil ihres Erlebens bei der Selbstbefriedigung.
Bei Jungen ist die große Phantasie, dass Mädchen gefügig und gefällig sind.

 

Beziehungen

Die tägliche Erfahrung von Macht und Unmacht, mit Eltern und Lehrern, Schuld und Strafe, mit Sexpartnern, die schöner oder stärker sind, mit der Unerreichbarkeit wahrer Liebe, vermischt sich mit dem Sexuellen wenn „Beziehungen“ entstehen. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass in fast allen sexuellen Beziehungen eine sadomasochistische Komponente vorhanden ist. Man verletzt einander, bindet sich aneinander, spielt mit Macht übereinander, und man kann dies auch enorm genießen.

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