heterophilie

Hetero bedeutet „ander“, und in diesem Fall „das andere Geschlecht“. Dies im Gegensatz zu homo, was „dasselbe“ bedeutet. Heterophilie oder Heterosexualität beinhaltet also, dass man sich sexuell angezogen fühlt zu jemandem vom anderen Geschlecht. 

 

Am meisten vorkommende Variante

Dies ist die am meisten vorkommende und herrschende sexuelle Variante. Fast jeder hat heterosexuelle Begierden oder besser gesagt: fast jeder zeigt heterosexuelles Verhalten und heterosexuelle Gefühle. Das ist so, da wir diese Veranlagung von Geburt an haben und diese durch entsprechende Erfahrung entwickeln. Auch die Umgebung stimuliert das Lernen von heterosexueller Ausrichtung. Dies hängt wieder zusammen mit der Fortpflanzung; von Natur aus die wichtigste Funktion sexuellen Verhaltens. Dies gilt sowohl für Individuen als auch für die Gattung allgemein.

 

Kinderzeit 

Dass Heterosexualität normal ist, bedeutet nicht, dass dies auch einfach in die Praxis umzusetzen ist. Das Schauen (Voyeurismus), das sich Zeigen (Exhibitionismus) und die Selbstbefriedigung sind meistens eher entwickelt und bleiben auch das ganze Leben aktiv. Als Kind verlieben wir uns schon mal, und das ist dann sehr beeindruckend, aber meistens gibt es dann noch keinen intimen Kontakt. Eigentlich gibt es einen relativ großen sozialen Abstand zwischen den aufwachsenden Geschlechtern. Jungen spielen mit Jungen und Mädchen mit Mädchen. Und diese Vorliebe bleibt eigentlich auch das ganze Leben lang bestehen. Man fühlt sich beim eigenen Geschlecht wohler, es ist vertrauter.

 

Pubertät

In der Pubertät suchen Jugendliche jemandem vom anderen Geschlecht. Sie werden hierzu durch ihre sexuelle Reifung angetrieben. Die Funktion dieser Suche nach einem sexuellen Partner ist die Fortpflanzung. Wiederum wird dieses Verhalten von der Umgebung unterstützt, aber gleichzeitig ist das Lustverhalten auch unter Kontrolle. Es gibt kulturelle Unterschiede in welchem Maße Jugendliche frei mit verschiedenen Partnern experimentieren können. Die strengste Form ist die einer arrangierten Hochzeit zweier „Unberührten“, die noch recht jung sind. Hierauf folgt meist schnell eine Schwangerschaft. Die Adoleszenzperiode ist dann sehr kurz, man ist schnell erwachsen.

 

Adoleszenz

Im der modernen westlichen Welt spricht man zum ersten Mal in der Geschichte von einer langen Adoleszenz, von freier Partnerwahl und vom experimentieren mit dem Zusammenleben. Trotzdem entschließen sich die meisten jungen Leute, um zu heiraten (siehe auch Heirat), da sie ein Kind wollen. Das erste Kind bekommt die niederländische Frau mit ungefähr 29 Jahren, dies ist das höchste Alter hierfür auf der Welt.

 

Alter

Heterosexualität wird innerhalb gewisser Grenzen allgemein akzeptiert. Die Grenzen beziehen sich hauptsächlich auf das Alter. Dieses darf nicht zu niedrig sein (unter 16 Jahren ist es verboten), nicht zu hoch (über 60 findet man es ein bisschen merkwürdig) und der Unterschied zwischen den Partnern darf nicht zu groß sein (ideal findet man ein oder zwei Jahre). Heterophilie verbindet man mit jungen und fruchtbaren Menschen. Es wird von ihnen erwartet, so lange wie möglich sexuell treu zu sein. Wenn man sich zu anderen Individuen hingezogen fühlt, entstehen meist Probleme – Schuld, Buße und manchmal auch Gewalt.

 

Probleme 

Kurz und gut, obwohl man in erster Linie meinen könnte, dass Heteros ohne Probleme ihre sexuelle Variante erleben können, bleibt dies doch hinter den Erwartungen zurück. In der Jugendzeit passiert es meist heimlich und ungeschickt, in der Adoleszenz gibt es einen Gegensatz (sie will einen festen und treuen Freund, er will ein liebes und einfaches Mädchen). Auch hierbei spielt Ungeschicktheit eine Rolle, nicht nur in technischer Hinsicht, sondern auch im Umgang mit den Situationen, die entstehen. Ein Paar kann sich annähern und glücklich werden. Viele haben jedoch auch Probleme beim Sex, er kommt zu schnell, sie kommt nicht, es tut weh oder es geht nicht echt vom Herzen aus, es geschieht ohne Liebe. Nach der Schwangerschaft und dem ersten Baby gefällt es ihm nicht mehr so gut wie früher. Er interessiert sich für eine andere, möchte noch eine Freundin extra. Auch sie kann sich nach einem anderen Mann sehnen, aber dann eher, und neu zu beginnen und nochmals schwanger zu werden. Männer können leicht zwei Frauen gleichzeitig lieben, auch bedeutet eine ihm meist mehr als die andere. Frauen entscheiden sich meist für einen Mann; sie verlassen den einen und hängen dann erst ihr Herz an den anderen

 

Spielraum

Die anderen Varianten bleiben bei den meisten Menschen im Spielraum von „normalem“ sexuellem Dasein. Manchmal können Partner gemeinsam gewissen Phantasien ausleben. Zusätzlich praktizieren sie noch SelbstbefriedigungTravestie oder eine der anderen sexuellen Varianten: sie phantasieren auch über einen anderen Partner oder gehen einmal fremd. Das kann auch mit jemandem vom eigenen Geschlecht sein, da man danach noch mehr verlangt. Man nennt sich dann homosexuell und dann kann es sein, dass man sich „outen“ will und den Rest seines Lebens nur noch mit jemandem vom eigenen Geschlecht Sex haben will. Heutzutage gehört das Zusammenziehen und – leben auch dazu und sogar die Adoption eines Kindes. So ist die Homosexualität auch ganz normal geworden.

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