zuckerkrankheit 

Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) ist eine Stoffwechselkrankheit, bei der der Glucosegehalt im Blut zu hoch wird. Dies geschieht dadurch, dass zu wenig Insulin vorhanden ist, um Glucose in den Leber- und Muskelzellen zu speichern. Man unterscheidet Diabetes Typ 1 (der Körper produziert kein Insulin mehr) und Diabetes Typ 2 (die Produktion von Insulin wird nicht nur weniger, sondern der Körper wird auch resistent gegen Insulin).

 

Diabetis un jungen Jahren

Diabetes Typ 1 entsteht im jungen Alter und kann darum bereits in der Jugend Probleme beim Beginnen erster sexueller Beziehungen verursachen. Diese (kranken) Kinder können z.B. zu geschützt aufgezogen werden wodurch sie weniger Chancen bekommen, um mit Gleichaltrigen zu experimentieren. Eine möglichst normale Erziehung bei der das Kind genug Raum bekommt um sich zu entwickeln ist darum wünschenswert.
Jugendliche sind sehr sensibel hinsichtlich der Normen Gleichaltriger und haben dann auch Angst, von ihnen als anders abgestempelt und abgewiesen zu werden. Diese Angst kann zu sozialer Isolation, depressiven Gefühlen, niedrigem Selbstwert und niedriger Wertschätzung des Körpers führen. Letztgenannter Punkt kann durch das Vorhandensein von Einstichstellen des Spritzens oder einer Insulinpumpe verstärkt werden. Unterstützung und Aufklärung von Jugendlichen mit Diabetes ist notwendig um diese negativen Folgen der Krankheit zu reduzieren.

 

Diabetes und Beschädigung von Nerven

Da Zuckerkrankheit auf die Dauer zu einer Beschädigung von Nervenbahnen führt, entstehen die meisten Probleme erst im Erwachsenenalter.
Männliche Diabetiker berichten regelmäßig von Problemen beim Bekommen oder Halten einer Erektion. Eine Erektion entsteht durch das Durchbluten der Schwellkörper aus denen der Penis aufgebaut ist. Bei Diabetikern arbeiten die Nerven, die diese Durchblutung regeln, weniger gut. Dank Erektionspillen wie Viagra und Cialis ist dieses Problem nun zu behandeln. Das Anwenden von Blutgefäß erweiternden Injektionen ist eine Alternative zur Erektionspille.
Einige Männer haben Probleme, einen Orgasmus zu bekommen. Das Stimulieren des Penis’  und der angrenzenden Gebiete mit einem Vibrator kann diesen Männern helfen, doch einen Orgasmus zu bekommen.

 

Diabetes und retrograde Ejakulation

Ein anderes Erscheinungsbild ist die so genannte „retrograde“ Ejakulation. Durch einer Beschädigung der Nervenbahnen schließt der Ringmuskel zwischen Prostata und Blase nicht mehr gut. Beim Kommen kann das Sperma nicht aus dem Penis austreten, sondern läuft zurück in die Blase. An sich ist das kein Problem. Das Sperma tritt dann später beim Urinieren aus. Wenn diese Männer einen Kinderwunsch haben, können sie mit einer extrem vollen Blase einen Samenerguss abzwingen. Eine volle Blase kann eventuell mit dem Antidepressivum Imipramin forciert werden, da eine der Nebenwirkungen dieses Mittels ist, dass Urin festgehalten wird. Chirurgische Korrektur des Ringmuskels gehört auch zu den Möglichkeiten.

 

Diabetes und weniger Lust auf Sex

Frauen mit Diabetes berichten relativ häufig von weniger Lust auf Sex, Problemen mit der Lubrikation (dem Feuchtwerden der Vagina vor und während des Geschlechtsverkehrs) und geringerer Durchblutung der Vaginawände und der Schamlippen.
Wahrscheinlich spielt auch hierbei eine Beschädigung der Nerven eine Rolle. Bei einer geringen Lubrikation kann man beim Geschlechtsverkehr ein Gleitmittel oder Speichel benutzen. Und auch für Frauen gilt, dass ein Vibrator die Intensität des Stimulierens erhöhen kann wodurch man erregter ist und hierdurch auch eine bessere Durchblutung und Lubrikation erreichen kann.
Es wird vermutet, dass bei Frauen die Beschwerden oft mit depressiven Gefühlen als Folge des Diabetes zusammenhängen. Therapie richtet sich dann auf die Behandlung der Depression und nicht auf die sexuelle Problematik. Die Frau kann aber natürlich selbst auch angeben, dass sie mit Hinblick auf die sexuellen Dysfunktionen behandelt werden möchte. Manchmal führt ein Gespräch mit einem Sexologen, der aufklärt und irreale Erwartungen korrigiert, bereits zu einem befriedigenden Resultat.

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